"DE-

Lokalisierung"

Diaprojektionen
2019/20


Lokalisierung (auch Lokalisation, von lat. locus: der Ort) bezeichnet in der Robotik die Fähigkeit eines autonomen mobilen Roboters, seine Position in seiner Umgebung festzustellen. Lokalisierung ist einer der Kernpunkte der Navigation eines autonomen Roboters, da er nur auf dieser Grundlage den Weg zu seiner Zielposition bestimmen kann. (Wikipedia)


Und wie ist das mit uns Menschen? Wie können wir uns, ohne Chips und Sensoren im Kopf, in einem Leben voller Möglichkeiten orientieren? Wie können wir nach vorne gehen, uns der Eigenverantwortung stellen, anstatt den Weg zurück in die Unmündigkeit zu suchen und nach dem nächsten „Führer“ zu schreien?
„DE-Lokalisierung“ fragt nach. Fragt dich nach deiner inneren Landkarte, nach deiner „Selbst-Lokalisierung“. Darauf kannst du mit deinen Zielen antworten, dir selbst Orientierung geben, deinem Weg folgen.


"DE-

Lokalization"

Slideprojections
2019/20


Localization”, is term, that describes the ability of an autonomous mobile robot, to position himself in the environment. “Localization” is one of the central points of navigation of an autonomous robot, it is the basic principle to determine his target position. (Wikipedia)


So what about humans? How can we, without having chips and sensors in our heads, find our way in a life full of possibilities? We might step forward, facing individual responsibility, instead of taking our way back into immaturity, screaming after the next “Führer”.

“DE-Lokalization” makes an enquiry. It demands for your inner map, your values, your “Self-Lokalization”. You may answer with your own targets, align your own guidance and have a clearer look at the way to follow.


"Light, Space and Body"

Ausstellungsprojekt in der Galerie Kunstreich, Kempten
2019


Light, Space and Body“ ist ein Ausstellungsprojekt in der Galerie Kunstreich, Kempten. Dafür habe ich neue, raumbezogene Arbeiten geschaffen, Arbeiten aus dem öffentlichen Raum in den Galerieraum übertragen und Arbeiten aus dem öffentlichen Raum als raumunabhängige Installationen umkonzipiert. Dadurch haben einige Arbeiten eine völlig neue Wirkung bekommen. Beispielsweise war der Inhalt von „The Void“ trotz der 1 zu 1 Übertragung nicht mehr erkennbar. Es entstand ein ephemerer Lichtraum, in dem sich der Ausstellungsbesucher frei bewegen und interagieren konnte und die Wahrnehmung der Arbeit änderte sich komplett.

"Light, Space and Body"

Exhibition project at Gallery Kunstreich, Kempten
2019


Light, Space and Body“ is an exhibition project at Gallery Kunstreich, Kempten. I created new, site-specific installations, transfered works from public space into the gallery space and converted site-specific installations from public space into site-independent works.

Due to this, some works changed completly: eg. „The Void“ was transferred without any change from open into closed space and was not recognizable anymore. Without any intervention from my side it generated an ephemeral lightspace, wherein the visitors could move and interact.

 


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  • "On Perception"
    "On Perception" Videoinstallation
  • aus "Schlafendes Holz"
    aus "Schlafendes Holz" 3-Kanal Videoinstallation, begehbares Videomapping
  • aus "Schlafendes Holz"
    aus "Schlafendes Holz"
  • "The Void"
    "The Void"
  • "Analog"
    "Analog"
  • aus "Schlafendes Holz"
    aus "Schlafendes Holz"
  • aus "Schlafendes Holz"
    aus "Schlafendes Holz"
  • "Ansichtssache"
    "Ansichtssache"

"The Void"

Ortsspezifische Videoinstallation
für See Djerba Internationale Biennale für
Medienkunst
in der Altstadt von Djerba, TN
2019


"The Void"

Site-specific videoinstallation at SEE Djerba international Media Art Biennal, Tunesia

2019


Ausschlaggebend war bei diesem Projekt die Idee, negativen Raum in der Stadt mit Lichtskulpturen zu füllen, die im Dialog mit der Architektur stehen. Dazu wurde ein traditioneller Archadendurchgang mit Nebel gefüllt, der als Projektionsfläche diente. In der gezeigten Animation verformen sich die Bauhauselemente Quadrat, Dreieck und Kreis zu traditionellen Ornamenten aus dem Stadtbild von Djerba, wie sie in Fliesen, Fenstergittern und anderen Verzierungen zu sehen sind. So  entsteht eine Verbindung von okzidentalem und orientalischem Design, von analytischer Form und organischen Mustern.


The inital idea here was to fill the emty space of an arcade tunnel with light sculptures, using fog as projection surface. The basic geometrical forms of triangle, square and circle form into oriental ornaments, building a bridge between oriental and occidental design.



"Thoughts on Perception"

Videoinstallation

2019


"Thoughts on Perception"

Videoinstallation 

2019


Diese Lichtkunstinstallation ist eine Einladung an den Betrachter, die eigenen Sehgewohnheiten zu hinterfragen.
Durch die technische Reduktion der Videoprojektion, die letztendlich nur ein Aufleuchten und Abblenden von weißen Farbflächen ist, können Sehstrukturen analysiert werden.


This Lightartinstallation is an invitation to the viewer, to question his own visual habits. The Videoprojektion is reduced technically: it is only a fade in-and-out of white colour layers. So the basic structures of seeing are made visible.


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At VHS Fürth, Fürther Glanzlichter, 2019




At Archidiakonat Wismar, Lichtcampus Wismar 2019



"RaumNetzWerk"

Begehbare Großrauminstallation im Neuen Schloss Neustadt

Video-Licht-Rauminstallation

2018



"SpaceNetWork"

Walk-In Lightinstallation at New Castle in Neustadt/Harz
2018




Meine multimediale Lichtinstallation im Neuen Schloss Neustadt beschäftigt sich mit den Themen zwischenmenschlicher Vernetzung. Meine Gedanken und Empfindungen, angeregt durch meinen Aufenthalt vor Ort, habe ich in den letzten Wochen zu dreidimensionalen, begehbaren „Bildern“ verarbeitet. Diese Bilder „male“ ich mittels Licht, Raum, Architektur und gebauten Konstruktionen.

In mehreren Räumen des Schlosses werden die unterschiedlichen Aspekte von Beziehungssystemen beleuchtet. Darunter finden sich Gedanken zu Nähe und Distanz, Projektion und Illusion, sowie zu unterschiedlichen Ebenen von Beziehungsgeflechten: beispielsweise zur Beziehung von Mensch und Natur, zu mir selbst oder zu meinem Zuhause.

Nachdem ich bei meiner Arbeit vom Ort beeinflusst wurde, sind die von mir gestalteten Räume wiederum eine Einladung an die Besucher, der Kunst zu begegnen und sich dabei die Frage zu stellen: „was macht das, was ich sehe mit mir?“

Das Thema Beziehung wird in den einzelnen Räumen auf einer Metaebene gezeigt, die wieder auf soziale Systeme rückbezogen werden können aber nicht müssen.

This multimedia lightinstallation at Neustadt`s New Castle is about human networks and relations. My thoughts and feelings about these topics were stimulated by my residence at Neustadt and my involvement with local life and inhabitants. These impressions were the base of the three-dimensional pictures I created, using different kinds of light, space, architecture and constructions, designed for this space.
Several rooms of the castle were used to picture different aspects of interhuman relations. There are thoughts included, for example, about distance and nearness, projection and illusion, as well as the relation about human and nature, the relation to myself or to my home.
As I was influenced in my work by the town and it´s community, my artwork is again an invitation
to the visitor to reflect on the question: what happens with me, while I experience this work?
The single space installations can be translated on a meta-level back to the topic “relations”, but they don´t have to. There is a freedom interpretation, so the visitor can reflect his own thoughts.

 
  1. Das weiße Quadrat ist eine sehr reduzierte Form eines Objektes. Wie weit können 2 Quadrate voneinander entfernt sein und trotzdem noch als in Verbindung zu einander wahrgenommen werden? Wenn sie beispielsweise sehr nah nebeneinander sind, sehen wir eine Linie und keine Quadrate mehr. Je nachdem wie die Quadrate zueinander in Beziehung stehen, ergibt sich ein anderes Bild.

Übertragen auf zwischenmenschliche Beziehungen kann anhand dieser Gedanken die Frage gestellt werden: wie viel Distanz ist möglich, damit trotzdem eine Beziehung besteht?

Wann löst sich meine Individualität, also mein „Quadratsein“ aufgrund geringer Distanz auf?


1. The white square is a reduced object. What is the maximum distance, two squares can have and still being in relation?
If they are really near, we can´t see squares any more but lines. There is always a new picture created, due to the relation of the squares.

If these thoughts are transferred to interhuman relationships, the question could be: how much distance is possible, to be still in relation?
When does my individuality (my “being a square) dissolve due to too less distance?

 

2. Architektonische Elemente werden durch Licht in einen Beziehungszusammenhang gebracht, den es z. T. gar nicht gibt. Dadurch entstehen neue Verbindungen, die über die rein architektonische Funktion hinausgehen.

Wir sind in der Regel in ein bizarres Beziehungsgeflecht eingebunden und spielen gleichzeitig viele Rollen: z. B. als Vater, Kollege und

Sportskumpel. Dabei können wir sehr unterschiedliche Charaktere/Persönlichkeiten zeigen.

2. Architectural elements are put into relation that is in some extent not existing. This creates new connections that are beyond their architectural funktion.

Mostly we are integrated in complex relationships and play multiple social roles: e.g. as father, college or friend.
According to these roles we can show different personalities.

 

3. Dieser Raum erzählt erstmal vom Wald als Beziehungsgeflecht in sich selbst. Wenn der Mensch in die Projektion tritt, verbindet sich sein Abbild mit dem des Waldes. Gleichzeitig wird der Mensch als ins ich vernetztes Wesen thematisiert.


3. This space tells the story of the forest as a complex network itself.
But there is the relation of human and nature and the human being as neurologic network, too.

 

4. Der Säulenraum ist der abstrakteste mit den meisten Verweisen: die Säule verbindet Oben und Unten. Der Gedanke dieser Verbindung findet sich beispielsweise in allen Religionen. Die Geschichte der Säule als verbindendes Element ist lang, z.B. der Mythos der Atlanten. Durch meinen Eingriff habe ich die Säule als unterbrochene oder nicht zu Ende geführte Verbindung vervielfältigt. Ihre Schatten werfen sich als Projektion an die Wand, sind also ein Abbild der Realität.

(siehe „Hammergeschichte“ aus der Psychologie).

Die Verbindung von Licht und Video erzeugt die Illusion sich annähernder Elemente, die sich aber nie treffen: oft Verbleiben Beziehungen in einem unfertigen Stadium, oft aufgrund unserer negativen Projektion.

4. The column room is the most abstract space with most cross reference:
The column is the connection between up and down. This thought is found in many religions . The history of columns as connecting element is long, e.g. the myth of Atlas.
The column in this room was copied by my intervention. But I did not work it out to the end, it is a discontinuous connection. Maybe growing, maybe stopped, maybe broken. Its´ shadows are projected to the wall, as a copy of reality. The combination of static light and  videoprojection creates the illusion of slowly approaching elements, that never reunite.

Our relationships can be a copy (projection) of our hopes and fears, too (e.g. Plato´s Cave Allegory).
This is the idea of our relations, that are stuck halfway, due to our negative projection.

 

5. Wenn soziale Beziehungen zu eng werden und unseren Wachstumsprozess oder unser Glück verhindern, z. B. Erwartungen der Eltern über Berufswahl, muss man sich manchmal aus ihnen lösen. Diese Lösung ist aber meistens nicht leicht, sondern unangenehm und schmerzhaft: es muss erst ein enger, unschöner Geburtskanal durchlaufen werden, um zu mehr Freiheit zu gelangen.


5. If inter human relationships are to narrow, they can prevent personal growth and happiness, e.g. parents expectations about childrens´ career choice.
Sometimes it is necessary to free oneself from these limitations. This is not easy but a painful and awkward process. It is like passing a birth canal before experiencing more freedom.

 

6. Der Raum der Ruhe/Reflektion zeigt illuminierte (Tiefen-)Schichten.

Nur in Ruhe kann ich die Beziehung zu mir selbst sehen, reflektieren und neue Informationen verarbeiten. In Beziehung zu mir selbst entstehen meine Ziele und die Richtung, in die sich mein Leben bewegen soll.

6. The last room is the space of silence or reflection. It shows illuminated layers of three-dimensional modules.


It´s only in silence, that I can get in contact/relation to myself, reflect proceedings and process new informations. Only in touch with myself, I´m able to understands the aims and directions, I want my life to move towards.

 

7. Wir begeben uns auf den Weg zum Ausgang, „nach Hause“, wenden uns ab vom Wald im kaltweißen Licht, hin zu warm erleuchteten Fenstern. In der Trümmerliteratur steht das helle Fenster für ein verlorenes Zuhause.


Der letzte Blick ist eine Einladung, das Erlebte mit nach Hause zu nehmen und sich zu fragen, welche Beziehung ich zu meinem Zuhause habe und welche Beziehungsgeflechte ich dort vorfinde.

We are moving to the exit, leaving for our homes. We turn away from the cold white forest scultpture towards warm illuminated windows. In 1945´s literature the warm illuminated window stands for a lost home.


The last impression is an invitation, to take home the experienced and some questions on my relationship to home and the people I share it with.


"Pixelation"
Video-Installation im St. Annenstift, Stendal
Stendaler Lichttage 2017

 

Die meisten Menschen in unserem Kulturkreis sind fast ständig von Pixeln umgeben – kleine Punkte, die ganze Bilder erzeugen. Sie verweisen auf die Digitalisierung unserer Welt und auf die abstrakten, virtuellen Räume, die daraus entstehen.

Anhand überdimensionierter, weißer Pixel werden in dieser Arbeit unsere Sehgewohnheiten untersucht und auf wesentliche Strukturen reduziert. Wann sehen wir Bewegung? Wie entstehen Beziehungen zwischen zwei Formen? Was wirkt organisch?

Diese Fragen werden mittels einer architekturbezogenen Videoinstallation im Stendaler St. Annenstift anlässlich der 3. Stendaler Lichttage 2017 visualisiert.


Technischer Aufbau:

4 Beamer, 4 Videoclips, 4 Raspberry Pies


"The Forest
Eine transluzente Erinnerung
"
Video-Raum-Installation
Gaze, Acrylglas
2017

Diffuse, auf emotionaler Ebene wirkende Erinnerungen, können durch sensorische Impulse geweckt werden. Da diese Erinnerungen nicht bewusst greifbar sind, sind auch die auslösenden Reize nicht klar definiert. Diese Arbeit zeigt meine experimentelle Annäherung an eine abstrakte Bildsprache die als Auslöser oder Zugang zu diesen Erinnerungsräumen dienen kann.

Durch die Verbindung von Material und Bild entsteht eine Geschichte von Damals und Heute, von den Möglichkeiten in Raum und Zeit. Leere Flächen werfen die Frage nach dem fehlenden Bild auf. Können Bilder überhaupt fehlen? Oder werden sie von der Erinnerungsfunktion unseres Gehirns einfach neu besetzt?

Organische Strukturen entstehen - flackernd, fragil, instabil. Ähnlich wie unsere geistigen Bilder, frühe Erinnerungen, auf die wir nicht richtig zugreifen können. Diese Bilder sind aber der Humus, der Nährboden, aus dem unser Bild vom Jetzt, unser Blick in und auf die Welt, entsteht.

 

"Via PC und Beamer beleuchtet sie dreidimensionale Installationen, die mit Licht und Bildeffekten dem Raum neue Dimensionen verleihen und den Besucher zu einer neuen Selbsterfahrung in Raum und Zeit animieren."

Detlev Rohde, Neue Leipziger Volkszeitung, 6. Juli, 2017

 


Installationsansicht, Schaddelmühle, 2017

 











Installationsansicht, Tapetenwerk Leipzig, 2017


"In the Desert"

Video-Raum-Installation

2015


 In the Desert - Halle 2       In the Desert - Halle 1       In the Desert - Zwischenbereich        In the Desert - Ausgang


Philosophie

Begeben wir uns auf eine Reise. Verschiedene Menschen können sich zum gleichen Zeitpunkt am gleichen Ort aufhalten und trotzdem empfindet jeder diesen Aufenthalt anders. Der Grund dafür ist folgender: jeder von uns bewertet seine Wahrnehmung, die sogenannte Realität, nach bestimmten, persönlich und kulturell bedingten, Vorstellungen. Diese Vorstellungen erlernen wir als Kinder und entwickeln sie im Lauf unseres Lebens weiter. Meistens bleiben sie aber unbewusst, d.h. unsere Wahrnehmung wird gefiltert, ohne dass wir es merken.

Wir befinden uns hier in einem „Tanz mit der Welt“ (Heinz von Foerster): in einem kreislaufartigen kybernetischen Austauschprinzip, in dem unsere Bewertung unsere „Realität“ verändert, die veränderte Realität wieder den Bewertungsvorgang usw.

Ich nutze in dieser Arbeit das Thema der Reise als Beispiel und als Metapher. Als Metapher für Aufbrüche ins Unbekannte, wie wir sie im Leben immer dann durchlaufen, wenn wir etwas Neues beginnen.

Bei der Reise durch die von mir gestalteten Räume bringe ich die beschriebenen Filtermechanismen durch Störungen ins Bewusstsein. Jeder bewertet aufgrund seiner eigenen Lebenserfahrung, seiner persönlichen Reise. Es geht hier nicht darum, von mir vorgegebene Konzepte zu verstehen. Es geht darum, sich anders zu fühlen, die eigene Wahrnehmung zu öffnen, bewusst zu sehen. Um dann die eigenen Assoziationen zu erforschen, die eigenen Geschichte in den Raum zu bringen und auf diese Weise auch Begrenzungen der eigenen Wahrnehmung zu erkennen. Während wir versuchen, intellektuell zu verstehen, wirken sensorisch andere Faktoren auf uns ein. Die hohe Luftfeuchtigkeit, der akustische Hall, der Geruch eines fast 200 Jahre alten Kellergewölbes und der Weg, sich 2 Etagen unter die Erde zu begeben. Wir sind woanders, auf Reisemodus, das heißt: wir laufen mit offenen Augen durch eine fremde Welt.

Diese Sinneseindrücke vermischen sich dann mit meinen Projektionen, die nicht einzeln zu analysieren sondern als Teil des Raumes bzw. als seine Erweiterung zu verstehen sind. Hier findet sich das bereits angesprochene kybernetische Prinzip: der Raum verändert die Projektion, die Projektion den Raum usw.

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  • In the Desert
    Ansicht Eingangsbereich Halle 1, ©Markus Genser
  • In the Desert
    Ansicht Eingangsbereich Halle 1, ©Markus Genser
  • In the Desert
    Ansicht Zwischenbereich rechts, ©Markus Genser
  • In the Desert
    Ansicht Zwischenbereich mittig-rechts
  • In the Desert
    Ansicht Zwischenbereich Mitte
  • In the Desert
    Ansicht Zwischenbereich Brunnen
  • In the Desert
    Ansicht Zwischenbereich mittig-links
  • In the Desert
    Ansicht Zwischenbereich links, ©Markus Genser
  • In the Desert
    Ansicht Halle 2, ©Markus Genser
  • In the Desert
    Ansicht Halle 2
  • In the Desert
    Ansicht Halle 2, ©Markus Genser
  • In the Desert
    rückwärtige Ansicht Halle 2, ©Markus Genser
  • In the Desert
    Ansicht Ausgang Halle 2


Kontext

Die drei großen Abschnitte einer Reise, nämlich das Reisefieber, das Unterwegs und die Rückkehr bilden das Grundgerüst für die Dramaturgie der Rauminstallation.

In Halle 1, der Wunsch und die Sehnsucht nach einem undefinierten Woanders, einer Illusion. Hier geht man den ersten Schritt auf unbekannten Terrain, lässt etwas Gewohntes hinter sich.

Im Zwischenbereich: Unterwegs, der Prozess der Veränderung, der Reibung und auch der potentiellen Gefahr. Der Begriff Reise stammt etymologisch von einem Verb, das sowohl aufsteigen, sich erheben als auch niederfallen, stürzen bedeutet. Der Weg ins Unbekannte kann Gefahren bergen und auch im Leben müssen wir manchmal No-Go-Areas passieren. Installativ habe ich hier unter anderem den vorhandenen Brunnenschacht zum Objekt erhoben.

Im letzten Abschnitt (Halle 2) lösen sich Grenzen auf oder wir können aufgrund der gemachten Erfahrung neue setzen. Wir befinden uns wieder an unserem Ausgangspunkt, allerdings verändert und mit einem neuen Blick, der sich im Alltag nutzen und diesen transformieren lässt. Das Ende ist also immer auch der Anfang eines neuen Abschnittes.

Als Künstlerin bin ich auch Geschichtenerzählerin. Ich gebe aber nur den Kontext vor dessen Hintergrund jeder Besucher seine eigene Geschichte erzählen kann.

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In the Desert.

On A Horse With No Name. Ein Reiseführer.

Vom 17.-20.3. auf der Leipziger Buchmesse am Stand der Bauhaus-Universtiät zu sehen. 


Diese Arbeit befasst sich mit der Schnittstelle zwischen Kunst und (Er)Leben. Sie ist ein Reiseführer für persönliche Veränderungsprozesse, für die persönliche Reise. Dabei wird analysiert, wie der individuelle Erfahrungshorizont dazu beiträgt, die Welt so zu sehen, wie man sie sieht. Wissenschaftlich wird auf ethnologische Theorien und Methoden zur Wahrnehmung Bezug genommen, die sich auf die Beobachtung des kulturell Fremden beziehen. Diese Methoden dienen zum einen, sich mit der Wahrnehmung und dem Verständnis von Kunst auseinander zu setzen. Zum anderen wird die Reise/der Schaffensprozess des Künstlers reflektiert, die die Grundlage seiner inhaltlichen Interessen bildet. 



"Mostar – Alekse Šanticá"

Einkanalvideo

2014

Alekse Šanticá – auf den ersten Blick eine Straße, die sich nicht weiter von den anderen in Mostar unterscheidet. Sie ist keine überfüllte Einkaufsstraße, vielmehr Teil eines Wohnviertels. Es gibt eine Schule, Menschen gehen ihren Geschäften nach, Autofahrer suchen nach einem Parkplatz. Die Sonne scheint und modelliert die Einschusslöcher in den Fassaden zu Reliefs. Das ist nichts besonderes, sie gehören zum alltäglichen Stadtbild. Aber auch, wenn man sich als Tourist in Bosnien schon lange an ihren Anblick gewöhnt hat, merkt man sofort, dass in dieser Straße etwas anders ist. Die Einschüsse befinden sich auf beiden Seiten der Straße, keine 10 Meter voneinander entfernt. Hier verlief die Front. Mitten durch die Stadt, mitten durch ihre Bevölkerung. Menschen, die früher Nachbarn waren oder auf die selbe Schule gingen, stehen sich jetzt aufgrund ihrer ethnischen Herkunft gegenüber. Das Einzige, was sie voneinander trennt ist die kleine Fahrbahn der Alekse Šanticá. 

Diese Videoarbeite ist auf ein Minimum an „Effekten“ reduziert. Die Bewegung verläuft subtil, kaum merklich. Aber ausreichend, um das Gefühl „Hier stimmt etwas nicht!“ zu erzeugen. Hier stimmt etwas nicht, hier haben Nachbarn auf Nachbarn geschossen.



"Again"

Videoprojektion auf Holzplatten

2012

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  • "Again" at Galerie Kunstreich, Kempten 2018
    "Again" at Galerie Kunstreich, Kempten 2018
  • "Again" at Galerie Kunstreich, Kempten 2018
    "Again" at Galerie Kunstreich, Kempten 2018
  • "Again"
    "Again" Installation zum Brink-Ereignis Wuppertal, 2012
  • "Again" Wandinstalltion Galerie ff15, Leipzig 2018
  • "Again" Wandinstalltion Galerie ff15, Leipzig 2018
  • "Again", Kunstverein Ebersberg 2019
  • "Again", Kunstverein Ebersberg 2019

Immer wieder! Immer wieder am selben Punkt ankommen. Ohne Ausweg. Obwohl wir dachten, wir hätten etwas gelernt.

Diese Installation erzählt von der subjektiven Wahrnehmung immer wiederkehrender Lebenssituationen, die vom Menschen als ausweglos und beklemmend empfunden werden. In einzelnen Filmsequenzen werden diese Zustände als weißer Kasten visualisiert. Darin interpretiert der Tänzer Jan Lorys die Gefühle von Klaustrophobie und Isolation, die Auswirkungen wie Angst und Depression, Paralyse und Wahnsinn sowie völlige Selbstaufgabe haben. Jede dieser Darstellungen endet mit dem Versuch, die verursachende Situation, also den Kasten, zu verlassen. Allerdings ohne Erfolg. Die Flucht endet in einem gleich aussehenden Raum - „Again“!


Installation ca. 3x4m, Plattengröße von 55x35cm-100x55cm.


Die Arbeit "Again" wurde erstmals 2011 zum Weimarer Pelerinages Kunstfest gezeigt und bis 2014 installativ weiterentwickelt. 

Sie wurde mit folgenden Preisen ausgezeichnet:

2015 Bauhaus Essentials Preis

2018 Artig Sonderpreis