"Light, Space and Body"

Ausstellungsprojekt in der Galerie Kunstreich, Kempten
2019


Light, Space and Body“ ist ein Ausstellungsprojekt in der Galerie Kunstreich, Kempten. Dafür habe ich neue, raumbezogene Arbeiten geschaffen, Arbeiten aus dem öffentlichen Raum in den Galerieraum übertragen und Arbeiten aus dem öffentlichen Raum als raumunabhängige Installationen umkonzipiert. Dadurch haben einige Arbeiten eine völlig neue Wirkung bekommen. Beispielsweise war der Inhalt von „The Void“ trotz der 1 zu 1 Übertragung nicht mehr erkennbar. Es entstand ein ephemerer Lichtraum, in dem sich der Ausstellungsbesucher frei bewegen und interagieren konnte und die Wahrnehmung der Arbeit änderte sich komplett.

"Light, Space and Body"

Exhibition project at Gallery Kunstreich, Kempten
2019


Light, Space and Body“ is an exhibition project at Gallery Kunstreich, Kempten. I created new, site-specific installations, transfered works from public space into the gallery space and converted site-specific installations from public space into site-independent works.

Due to this, some works changed completly: eg. „The Void“ was transferred without any change from open into closed space and was not recognizable anymore. Without any intervention from my side it generated an ephemeral lightspace, wherein the visitors could move and interact.

 


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  • "On Perception"
    "On Perception" Videoinstallation
  • aus "Schlafendes Holz"
    aus "Schlafendes Holz" 3-Kanal Videoinstallation, begehbares Videomapping
  • aus "Schlafendes Holz"
    aus "Schlafendes Holz"
  • "The Void"
    "The Void"
  • "Analog"
    "Analog"
  • aus "Schlafendes Holz"
    aus "Schlafendes Holz"
  • aus "Schlafendes Holz"
    aus "Schlafendes Holz"
  • "Ansichtssache"
    "Ansichtssache"

"The Void"

Ortsspezifische Videoinstallation
für See Djerba Internationale Biennale für
Medienkunst
in der Altstadt von Djerba, TN
2019


"The Void"

Site-specific videoinstallation at SEE Djerba international Media Art Biennal, Tunesia

2019


Ausschlaggebend war bei diesem Projekt die Idee, negativen Raum in der Stadt mit Lichtskulpturen zu füllen, die im Dialog mit der Architektur stehen. Dazu wurde ein traditioneller Archadendurchgang mit Nebel gefüllt, der als Projektionsfläche diente. In der gezeigten Animation verformen sich die Bauhauselemente Quadrat, Dreieck und Kreis zu traditionellen Ornamenten aus dem Stadtbild von Djerba, wie sie in Fliesen, Fenstergittern und anderen Verzierungen zu sehen sind. So  entsteht eine Verbindung von okzidentalem und orientalischem Design, von analytischer Form und organischen Mustern.


The inital idea here was to fill the emty space of an arcade tunnel with light sculptures, using fog as projection surface. The basic geometrical forms of triangle, square and circle form into oriental ornaments, building a bridge between oriental and occidental design.



"Thoughts on Perception"

Videoinstallation im Archidiakonat Wismar

Lichtcampus Wismar

2019


"Thoughts on Perception"

Videoinstallation at Archidiakonat Wismar

2019


Diese Lichtkunstinstallation ist eine Einladung an den Betrachter, die eigenen Sehgewohnheiten zu hinterfragen.
Durch die technische Reduktion der Videoprojektion, die letztendlich nur ein Aufleuchten und Abblenden von weißen Farbflächen ist, können Sehstrukturen analysiert werden.


This Lightartinstallation is an invitation to the viewer, to question his own visual habits. The Videoprojektion is reduced technically: it is only a fade in-and-out of white colour layers. So the basic structures of seeing are made visible.



"RaumNetzWerk"

Begehbare Großrauminstallation im Neuen Schloss Neustadt

Video-Licht-Rauminstallation

2018



"SpaceNetWork"

Walk-In Lightinstallation at New Castle in Neustadt/Harz
2018




Meine multimediale Lichtinstallation im Neuen Schloss Neustadt beschäftigt sich mit den Themen zwischenmenschlicher Vernetzung. Meine Gedanken und Empfindungen, angeregt durch meinen Aufenthalt vor Ort, habe ich in den letzten Wochen zu dreidimensionalen, begehbaren „Bildern“ verarbeitet. Diese Bilder „male“ ich mittels Licht, Raum, Architektur und gebauten Konstruktionen.

In mehreren Räumen des Schlosses werden die unterschiedlichen Aspekte von Beziehungssystemen beleuchtet. Darunter finden sich Gedanken zu Nähe und Distanz, Projektion und Illusion, sowie zu unterschiedlichen Ebenen von Beziehungsgeflechten: beispielsweise zur Beziehung von Mensch und Natur, zu mir selbst oder zu meinem Zuhause.

Nachdem ich bei meiner Arbeit vom Ort beeinflusst wurde, sind die von mir gestalteten Räume wiederum eine Einladung an die Besucher, der Kunst zu begegnen und sich dabei die Frage zu stellen: „was macht das, was ich sehe mit mir?“

Das Thema Beziehung wird in den einzelnen Räumen auf einer Metaebene gezeigt, die wieder auf soziale Systeme rückbezogen werden können aber nicht müssen.

This multimedia lightinstallation at Neustadt`s New Castle is about human networks and relations. My thoughts and feelings about these topics were stimulated by my residence at Neustadt and my involvement with local life and inhabitants. These impressions were the base of the three-dimensional pictures I created, using different kinds of light, space, architecture and constructions, designed for this space.
Several rooms of the castle were used to picture different aspects of interhuman relations. There are thoughts included, for example, about distance and nearness, projection and illusion, as well as the relation about human and nature, the relation to myself or to my home.
As I was influenced in my work by the town and it´s community, my artwork is again an invitation
to the visitor to reflect on the question: what happens with me, while I experience this work?
The single space installations can be translated on a meta-level back to the topic “relations”, but they don´t have to. There is a freedom interpretation, so the visitor can reflect his own thoughts.

 
  1. Das weiße Quadrat ist eine sehr reduzierte Form eines Objektes. Wie weit können 2 Quadrate voneinander entfernt sein und trotzdem noch als in Verbindung zu einander wahrgenommen werden? Wenn sie beispielsweise sehr nah nebeneinander sind, sehen wir eine Linie und keine Quadrate mehr. Je nachdem wie die Quadrate zueinander in Beziehung stehen, ergibt sich ein anderes Bild.

Übertragen auf zwischenmenschliche Beziehungen kann anhand dieser Gedanken die Frage gestellt werden: wie viel Distanz ist möglich, damit trotzdem eine Beziehung besteht?

Wann löst sich meine Individualität, also mein „Quadratsein“ aufgrund geringer Distanz auf?


1. The white square is a reduced object. What is the maximum distance, two squares can have and still being in relation?
If they are really near, we can´t see squares any more but lines. There is always a new picture created, due to the relation of the squares.

If these thoughts are transferred to interhuman relationships, the question could be: how much distance is possible, to be still in relation?
When does my individuality (my “being a square) dissolve due to too less distance?

 

2. Architektonische Elemente werden durch Licht in einen Beziehungszusammenhang gebracht, den es z. T. gar nicht gibt. Dadurch entstehen neue Verbindungen, die über die rein architektonische Funktion hinausgehen.

Wir sind in der Regel in ein bizarres Beziehungsgeflecht eingebunden und spielen gleichzeitig viele Rollen: z. B. als Vater, Kollege und

Sportskumpel. Dabei können wir sehr unterschiedliche Charaktere/Persönlichkeiten zeigen.

2. Architectural elements are put into relation that is in some extent not existing. This creates new connections that are beyond their architectural funktion.

Mostly we are integrated in complex relationships and play multiple social roles: e.g. as father, college or friend.
According to these roles we can show different personalities.

 

3. Dieser Raum erzählt erstmal vom Wald als Beziehungsgeflecht in sich selbst. Wenn der Mensch in die Projektion tritt, verbindet sich sein Abbild mit dem des Waldes. Gleichzeitig wird der Mensch als ins ich vernetztes Wesen thematisiert.


3. This space tells the story of the forest as a complex network itself.
But there is the relation of human and nature and the human being as neurologic network, too.

 

4. Der Säulenraum ist der abstrakteste mit den meisten Verweisen: die Säule verbindet Oben und Unten. Der Gedanke dieser Verbindung findet sich beispielsweise in allen Religionen. Die Geschichte der Säule als verbindendes Element ist lang, z.B. der Mythos der Atlanten. Durch meinen Eingriff habe ich die Säule als unterbrochene oder nicht zu Ende geführte Verbindung vervielfältigt. Ihre Schatten werfen sich als Projektion an die Wand, sind also ein Abbild der Realität.

(siehe „Hammergeschichte“ aus der Psychologie).

Die Verbindung von Licht und Video erzeugt die Illusion sich annähernder Elemente, die sich aber nie treffen: oft Verbleiben Beziehungen in einem unfertigen Stadium, oft aufgrund unserer negativen Projektion.

4. The column room is the most abstract space with most cross reference:
The column is the connection between up and down. This thought is found in many religions . The history of columns as connecting element is long, e.g. the myth of Atlas.
The column in this room was copied by my intervention. But I did not work it out to the end, it is a discontinuous connection. Maybe growing, maybe stopped, maybe broken. Its´ shadows are projected to the wall, as a copy of reality. The combination of static light and  videoprojection creates the illusion of slowly approaching elements, that never reunite.

Our relationships can be a copy (projection) of our hopes and fears, too (e.g. Plato´s Cave Allegory).
This is the idea of our relations, that are stuck halfway, due to our negative projection.

 

5. Wenn soziale Beziehungen zu eng werden und unseren Wachstumsprozess oder unser Glück verhindern, z. B. Erwartungen der Eltern über Berufswahl, muss man sich manchmal aus ihnen lösen. Diese Lösung ist aber meistens nicht leicht, sondern unangenehm und schmerzhaft: es muss erst ein enger, unschöner Geburtskanal durchlaufen werden, um zu mehr Freiheit zu gelangen.


5. If inter human relationships are to narrow, they can prevent personal growth and happiness, e.g. parents expectations about childrens´ career choice.
Sometimes it is necessary to free oneself from these limitations. This is not easy but a painful and awkward process. It is like passing a birth canal before experiencing more freedom.

 

6. Der Raum der Ruhe/Reflektion zeigt illuminierte (Tiefen-)Schichten.

Nur in Ruhe kann ich die Beziehung zu mir selbst sehen, reflektieren und neue Informationen verarbeiten. In Beziehung zu mir selbst entstehen meine Ziele und die Richtung, in die sich mein Leben bewegen soll.

6. The last room is the space of silence or reflection. It shows illuminated layers of three-dimensional modules.


It´s only in silence, that I can get in contact/relation to myself, reflect proceedings and process new informations. Only in touch with myself, I´m able to understands the aims and directions, I want my life to move towards.

 

7. Wir begeben uns auf den Weg zum Ausgang, „nach Hause“, wenden uns ab vom Wald im kaltweißen Licht, hin zu warm erleuchteten Fenstern. In der Trümmerliteratur steht das helle Fenster für ein verlorenes Zuhause.


Der letzte Blick ist eine Einladung, das Erlebte mit nach Hause zu nehmen und sich zu fragen, welche Beziehung ich zu meinem Zuhause habe und welche Beziehungsgeflechte ich dort vorfinde.

We are moving to the exit, leaving for our homes. We turn away from the cold white forest scultpture towards warm illuminated windows. In 1945´s literature the warm illuminated window stands for a lost home.


The last impression is an invitation, to take home the experienced and some questions on my relationship to home and the people I share it with.


"Produktion.

Ein Essay über Mensch und Raum."

C-Print

2018


Nachdem die Wallendorfer Porzellanfabrik 1764 gegründet wurde, ist ihre Existenz eng mit den Lebensgeschichten der Bewohner von Lichte verbunden. Nicht nur ganze Familien haben über Generationen dort gearbeitet – es waren fast alle erwerbstätigen Bewohner der Stadt. Das Arbeit identitätsstiftend ist, ist bereits bekannt. Aber bei meiner Recherche in Lichte hat es mich sehr bewegt, zu erkennen, dass es sich nicht nur um Einzelidentitäten handelt: hier geht es um Familienidentitäten und um das Selbstverständnis der gesamten Gemeinde, die durch das Handwerk bestimmt sind. In Lichte sind durch die Insolvenz der Wallendorfer Fabrik nicht nur Arbeitsplätze verloren gegangen. Mit der Schließung der beiden Porzellanfabriken wurden Familientraditionen beendet.
In meiner konzeptuellen Fotoserie „Produktion - Ein Essay über Mensch und Raum“ zeige ich die Orte der einzelnen Produktionsschritte eines Porzellanobjektes. Gleichzeitig zeigen die Bilder, dass hier unmöglich Produktion stattfinden kann. Die leeren Orte werden z. T. durch externe Lichtquellen in Szene gesetzt. Durch die Betitelung der Einzelbilder werden die Orte zusätzlich entmenschlicht. Der Mensch fehlt, der Raum ist leer.


Diese Arbeit wurde 2018 mit dem 2. Preis im Fotowettbewerb "Im Niemandsland - Lost Places in Thüringen" der Sparkassenkulturstiftung im Rahmen der Ausstellung "Erlebnis Industriekultur", Pößneck ausgezeichnet.

Mehr Infos: Ostthüringer Zeitung, MDR Thüringen Journal und Youtube.



"The Forest

Und wieder habe ich vergessen, was ich dir eigentlich sagen wollte!"

Gaze, Projektion

2018


Diese Arbeit ist eine Weiterentwicklung meiner Raum-Installation “The Forest - Eine transluzente Erinnerung” 2017. Beide Arbeiten sind die Produkte meiner Forschung zu den Möglichkeiten und Konzepten des Erinnerns. Anfangs stand die Suche nach einer Bildsprache im Vordergrund, die diffuse, unbewusste Erinnerungen triggert. Bei der Weiterentwicklung ging es vor allem um eine Neukonzeption des räumlichen Aspekts der Arbeit. Durch die Bildüberlagerung auf den Gaze-Bahnen wird deren Materialität und somit ihre konzeptuelle Bedeutung in der Installation betont.der Verbindung von Material, Raumbezug und Bild soll das gedankliche Konzept in eine sensorisch, körperlich fassbare Form gebracht werden. Dadurch eröffnet sich dem Betrachter ein anderer Zugang, als das rein intellektuelle Verständnis.

Das Bildmaterial erzählt eine Geschichte vom Damals zum Heute. Linien und leere Flächen werfen die Frage nach dem fehlenden Bild auf. Können Bilder überhaupt fehlen? Oder werden sie von der Erinnerungsfunktion unseres Gehirns einfach neu besetzt? Organische Strukturen entstehen - flackernd, fragil, instabil. Sie werden von digital erzeugten Formen abgelöst, die sich aber an unregelmäßigen Stellen der Gaze auffächern und ein Eigenleben entwickeln. Stroboskobartige Blitze, Irritation, Unbehagen, Ruhe, Klarheit. Danach entsteht ein Bild vom Jetzt oder das, was man dafür halten könnte. Auch das Jetzt hat leere Stellen...


"Pixelation"
Video-Installation im St. Annenstift, Stendal
Stendaler Lichttage 2017

 

Die meisten Menschen in unserem Kulturkreis sind fast ständig von Pixeln umgeben – kleine Punkte, die ganze Bilder erzeugen. Sie verweisen auf die Digitalisierung unserer Welt und auf die abstrakten, virtuellen Räume, die daraus entstehen.

Anhand überdimensionierter, weißer Pixel werden in dieser Arbeit unsere Sehgewohnheiten untersucht und auf wesentliche Strukturen reduziert. Wann sehen wir Bewegung? Wie entstehen Beziehungen zwischen zwei Formen? Was wirkt organisch?

Diese Fragen werden mittels einer architekturbezogenen Videoinstallation im Stendaler St. Annenstift anlässlich der 3. Stendaler Lichttage 2017 visualisiert.


Technischer Aufbau:

4 Beamer, 4 Videoclips, 4 Raspberry Pies


"The Forest
Eine transluzente Erinnerung
"
Video-Raum-Installation
Gaze, Acrylglas
2017

Diffuse, auf emotionaler Ebene wirkende Erinnerungen, können durch sensorische Impulse geweckt werden. Da diese Erinnerungen nicht bewusst greifbar sind, sind auch die auslösenden Reize nicht klar definiert. Diese Arbeit zeigt meine experimentelle Annäherung an eine abstrakte Bildsprache die als Auslöser oder Zugang zu diesen Erinnerungsräumen dienen kann.

Durch die Verbindung von Material und Bild entsteht eine Geschichte von Damals und Heute, von den Möglichkeiten in Raum und Zeit. Leere Flächen werfen die Frage nach dem fehlenden Bild auf. Können Bilder überhaupt fehlen? Oder werden sie von der Erinnerungsfunktion unseres Gehirns einfach neu besetzt?

Organische Strukturen entstehen - flackernd, fragil, instabil. Ähnlich wie unsere geistigen Bilder, frühe Erinnerungen, auf die wir nicht richtig zugreifen können. Diese Bilder sind aber der Humus, der Nährboden, aus dem unser Bild vom Jetzt, unser Blick in und auf die Welt, entsteht.

 

"Via PC und Beamer beleuchtet sie dreidimensionale Installationen, die mit Licht und Bildeffekten dem Raum neue Dimensionen verleihen und den Besucher zu einer neuen Selbsterfahrung in Raum und Zeit animieren."

Detlev Rohde, Neue Leipziger Volkszeitung, 6. Juli, 2017

 


Installationsansicht, Schaddelmühle, 2017

 











Installationsansicht, Tapetenwerk Leipzig, 2017