"Pixelation"
Video-Installation im St. Annenstift, Stendal
Stendaler Lichttage 2017

 

Die meisten Menschen in unserem Kulturkreis sind fast ständig von Pixeln umgeben – kleine Punkte, die ganze Bilder erzeugen. Sie verweisen auf die Digitalisierung unserer Welt und auf die abstrakten, virtuellen Räume, die daraus entstehen.

Anhand überdimensionierter, weißer Pixel werden in dieser Arbeit unsere Sehgewohnheiten untersucht und auf wesentliche Strukturen reduziert. Wann sehen wir Bewegung? Wie entstehen Beziehungen zwischen zwei Formen? Was wirkt organisch?

Diese Fragen werden mittels einer architekturbezogenen Videoinstallation im Stendaler St. Annenstift anlässlich der 3. Stendaler Lichttage 2017 visualisiert.


Technischer Aufbau:

4 Beamer, 4 Videoclips, 4 Raspberry Pies


"The Forest
Eine transluzente Erinnerung
"
Video-Raum-Installation
Gaze, Acrylglas
2017

Diffuse, auf emotionaler Ebene wirkende Erinnerungen, können durch sensorische Impulse geweckt werden. Da diese Erinnerungen nicht bewusst greifbar sind, sind auch die auslösenden Reize nicht klar definiert. Diese Arbeit zeigt meine experimentelle Annäherung an eine abstrakte Bildsprache die als Auslöser oder Zugang zu diesen Erinnerungsräumen dienen kann.

Durch die Verbindung von Material und Bild entsteht eine Geschichte von Damals und Heute, von den Möglichkeiten in Raum und Zeit. Leere Flächen werfen die Frage nach dem fehlenden Bild auf. Können Bilder überhaupt fehlen? Oder werden sie von der Erinnerungsfunktion unseres Gehirns einfach neu besetzt?

Organische Strukturen entstehen - flackernd, fragil, instabil. Ähnlich wie unsere geistigen Bilder, frühe Erinnerungen, auf die wir nicht richtig zugreifen können. Diese Bilder sind aber der Humus, der Nährboden, aus dem unser Bild vom Jetzt, unser Blick in und auf die Welt, entsteht.

 

"Via PC und Beamer beleuchtet sie dreidimensionale Installationen, die mit Licht und Bildeffekten dem Raum neue Dimensionen verleihen und den Besucher zu einer neuen Selbsterfahrung in Raum und Zeit animieren."

Detlev Rohde, Neue Leipziger Volkszeitung, 6. Juli, 2017

 


Installationsansicht, Schaddelmühle, 2017











Installationsansicht, Tapetenwerk Leipzig, 2017


"Erinnere dich - wenn du
kannst!"

Video-Raum-Installation
Magnetband, Wasser
2017

 

„Es wechseln Dunkelheit und Licht im Laufe der Zeit, und Vergessen hat an unserem Leben einen ebenso großen Anteil wie das Erinnern.“
(Sir Thomas Browne, 1658)


Erinnerungen werden im Gehirn nicht an einer bestimmten Stelle, wie auf einer Computerfestplatte, abgelegt. Neurologen vermuten eher eine cluster- oder netzartige Verteilung von erinnerten Inhalten über mehrere Regionen des Gehirns. Deshalb ist es möglich, die, mit der Erinnerung assoziierten, physischen und emotionalen Empfindungen in neue Kontexte einzuordnen. Auf diese
Weise können andere körperliche Reaktionen erinnert werden, als diejenigen, die in der Vergangenheit von einem realen Ereignis hervorgerufen wurden.
Diese „Datensammlung und -konstruktion“ von der Geburt bis zum Tod wird hier visualisiert.
Magnetband und Wasser erzählen vom Festhalten und reflektieren unserer Erinnerungen. Reflexionen gehen neue Verbindungen mit dem Raum ein, erzählen neue Geschichten.